Was Schüler können: Pisa-Studie einfach erklärt
Die internationale OECD-Studie vergleicht regelmäßig die Leistungen 15-Jähriger in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Die erste Ausgabe aus dem Jahr 2000 und der damalige Pisa-Schock sind vielen in Deutschland bis heute präsent.
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Die internationale Bildungsstudie der OECD prüft regelmäßig, wie gut 15-Jährige in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften abschneiden. Die erste Ausgabe aus dem Jahr 2000 ist vielen Deutschen bis heute im Gedächtnis geblieben. Pisa ist hierzulande wohl die bekannteste Bildungsstudie. Das schwache Abschneiden im Jahr 2000 stürzte die Nation der Dichter und Denker in den sogenannten Pisa-Schock und löste eine breite Debatte über die Leistungsfähigkeit des deutschen Schulsystems aus.
Unter dem Dach der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werden seither etwa alle drei Jahre Hunderttausende 15-jährige Schülerinnen und Schüler weltweit getestet. An diesem Dienstag werden die neuesten Ergebnisse veröffentlicht. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:
Was ist die Pisa-Studie?
Pisa steht für Programme for International Student Assessment. Das Alter von 15 Jahren wurde für die Vergleichstests gewählt, weil dann in vielen Ländern die Schulpflicht endet. Die Studie erfasst grundlegende Kompetenzen. Zum festen Programm gehören Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Eines dieser drei Felder wird jeweils besonders ausführlich untersucht, diesmal die naturwissenschaftliche Kompetenz.
Zusätzlich gibt es bei jeder Runde einen vierten Schwerpunkt. Bei Pisa 2025 geht es um modellbasiertes Problemlösen als Teil des „Lernens in der digitalen Welt“. In Deutschland wurde außerdem die Englischkompetenz getestet. Die Ergebnisse zur Fremdsprache sollen allerdings erst 2027 veröffentlicht werden. Für den deutschen Teil der Studie ist das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien an der Technischen Universität München verantwortlich.
Wer wird wann und wie getestet?
Die jüngsten Tests fanden im April und Mai 2025 statt. Weltweit nahmen mehr als 760.000 Schülerinnen und Schüler in 91 Staaten und Regionen teil, darunter die 38 OECD-Staaten. Die Ergebnisse werden grundsätzlich im Folgejahr veröffentlicht. Die aktuelle Runde heißt daher Pisa 2025, obwohl die Resultate erst 2026 vorliegen.
In Deutschland beteiligten sich rund 6.700 15-Jährige an etwa 250 Schulen. Nach Angaben der Studienmacher ist die Stichprobe für diese Altersgruppe repräsentativ. Die Tests am Computer dauern zwei Stunden. Ein Teil besteht aus Multiple-Choice-Aufgaben, bei denen die richtige Antwort aus mehreren Möglichkeiten ausgewählt wird. Daneben gibt es Fragen, die frei beantwortet werden müssen. Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler zu ihren Lernbedingungen, Einstellungen und zum Wohlstand ihrer Familie befragt; auch Lehrkräfte und Eltern machen Angaben.
Wie hat Deutschland beim letzten Mal abgeschnitten?
Die Ergebnisse der Vorgängerstudie von 2022, die kurz nach der Corona-Pandemie erhoben wurden, fielen schwach aus – in Deutschland so schwach wie noch nie bei Pisa. Besonders deutlich ging es in Mathematik abwärts: Die deutschen Schülerinnen und Schüler erreichten 475 Punkte, nach 500 Punkten bei der vorherigen Pisa-Runde. Im Lesen kamen sie auf 480 Punkte (zuvor 498), in den Naturwissenschaften auf 492 (zuvor 503). Dennoch lag Deutschland bei Pisa 2022 insgesamt nahe am OECD-Durchschnitt und in einzelnen Bereichen darüber.
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