Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: Friedrich Merz vollzieht Wechsel bei der Parteiführung

Friedrich Merz hatte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt Konsequenzen angekündigt. Nun scheidet die stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp aus dem Amt – die CDU plant einen Wechsel an der Parteispitze.

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Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: Friedrich Merz vollzieht Wechsel bei der Parteiführung

Friedrich Merz hatte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt Konsequenzen angekündigt. Nun scheidet seine stellvertretende Generalsekretärin Christina Stumpp aus dem Amt.

Wenige Tage nach der Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt hat sich CDU-Chef Friedrich Merz von seiner stellvertretenden Generalsekretärin Christina Stumpp getrennt. Beide hätten „in persönlichen Gesprächen gemeinsam entschieden, dass Christina Stumpp das Amt der stellvertretenden Generalsekretärin am 21. September 2026 niederlegen wird“, teilte die CDU am Freitagabend mit. Merz wolle den Parteigremien den ostdeutschen Bundestagsabgeordneten Michael Hose als kommissarischen stellvertretenden Generalsekretär vorschlagen.

Friedrich Merz: Stumpp hat „sehr gute Arbeit geleistet“

Über Stumpps Abgang war seit Tagen spekuliert worden. Das Portal Table.Briefings hatte am Mittwoch berichtet, Stumpp werde ihren Posten aufgeben, nachdem Merz ihr dies nahegelegt habe. Stumpp wies das zurück: „Das ist unzutreffend“, schrieb die 38-Jährige am selben Tag im Online-Dienst X. „Ich bin weiterhin stv. Generalsekretärin der CDU Deutschlands.“

Merz hatte den zuvor nicht existierenden Posten einer stellvertretenden Generalsekretärin vor vier Jahren eigens geschaffen. Stumpp wurde im September 2022 vom CDU-Parteitag in das Amt gewählt. Sie sollte insbesondere die Verbindung zwischen der Parteizentrale in Berlin und den Kreisverbänden verbessern sowie bei Kommunalwahlen unterstützen.

Merz erklärte nun, die aus Baden-Württemberg stammende Stumpp habe in den vergangenen vier Jahren „sehr gute Arbeit geleistet“. Bei der Neuaufstellung der Parteiführung sei es ihm jedoch „ein wichtiges Anliegen, dass wir als Partei der Deutschen Einheit West- und Ostdeutschland noch stärker personell abbilden“. Der aus Thüringen stammende Hose bringe „als Abgeordneter, Lehrer und ehemaliger Schulleiter aus Erfurt wichtige Perspektiven mit, die für die Arbeit im Präsidium der CDU Deutschlands von großem Mehrwert sind“.

Stumpp sprach laut Parteimitteilung von einer „großen Ehre und Freude“, dass sie sich „in den vergangenen vier Jahren in der CDU für unsere rund 72.500 ehrenamtlichen und hauptamtlichen kommunalen Vertreterinnen und Vertreter einsetzen“ durfte. In dieser Zeit habe sie „rund 75 Prozent unserer Kreisverbände besucht“. Mit der Gründung des Netzwerks für Frauen in der Kommunalpolitik women@cdu habe sie zudem „mehr Frauen für unsere Kommunalpolitik begeistern“ können.