Nach dem Wahlsieg in Berlin: Linke sucht Gespräche mit Grünen und SPD
Nach ihrem Wahlsieg will die Berliner Linke Gespräche mit Grünen und SPD aufnehmen. Ob daraus eine tragfähige Koalition und erstmals eine linke Regierende Bürgermeisterin hervorgehen, ist noch offen.
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Nach ihrem Wahlsieg will die Berliner Linke die Regierungsbildung zügig vorantreiben und eine Koalition mit Grünen und SPD ausloten. Zur Vorbereitung der Sondierungen wurden Vertreter beider Parteien zu „Vorgesprächen“ in dieser Woche eingeladen, wie die Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer mitteilten. Konkrete Termine oder weitere Einzelheiten nannten sie zunächst nicht.
Der Landesvorstand sprach sich für Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen aus. Beim für Freitag geplanten Parteitag soll dieser Kurs nun bestätigt werden. Die Parteiführung zeigte sich zuversichtlich, dass die Delegierten zustimmen und Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp sowie das Sondierungsteam mit entsprechendem Rückhalt in die Gespräche schicken werden.
Die eigentlichen Sondierungen zur Vorbereitung möglicher Koalitionsverhandlungen könnten bereits in der kommenden Woche beginnen. „Die Berlinerinnen und Berliner haben sich am Sonntag für ein neues Kapitel für unsere Stadt entschieden“, erklärten Wolter und Schirmer. Den Wählerauftrag nehme man „voller Demut und Vorfreude“ an.
Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am vergangenen Sonntag wurde die Linke mit 25,7 Prozent klar stärkste Kraft. Nun könnte sie mit Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. Ob das angestrebte Bündnis mit Grünen und SPD tatsächlich zustande kommt, müssen die anstehenden Gespräche zeigen.
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